GERTRUD oder Die Differenz

Experimenteller Dokumentarfilm, 2023, 70 min, von Ute Richter in Zusammenarbeit mit Luise Ritter und Franka Sachse

 

Die Schule der Arbeit (1928-1933) war ein Modellprojekt der Leipziger Arbeiterbildung unter Leitung von Gertrud Hermes. Mit dem Neubau des Architekten Johannes Niemeyer in der Stieglitzstraße in Leipzig entstand 1928 ein moderner Ort, der für das gemeinsame Leben und Lernen junger Arbeiter geplant wurde. Im Leipziger Stadtarchiv sind die Akten von der Planung bis zur Schließung der Schule der Arbeit und Texte der Pädagogin Gertrud Hermes überliefert. Von der Einweihung im Oktober 1928 bis zum Überfall durch die SA im Frühjahr 1933 und der anschließenden Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten wird der Verlauf der Geschichte schmerzhaft deutlich.

 

Nach umfangreichen Archivrecherchen von Ute Richter entstand in Zusammenarbeit mit Franka Sachse und Luise Ritter der Film „GERTRUD oder Die Differenz“ als künstlerische Aneignung vergessener Geschichte. Der Film öffnet mit animierten Zeichnungen den Zugang zum Gebäude und vermittelt in unterschiedlichen Kapiteln die Geschichte der Schule der Arbeit und ihrer Gründerin Gertrud Hermes.

 

Recherche, Regie, Text, Zeichnung: Ute Richter / Zeichnung, Animation: Luise Ritter / Postproduktion, Schnitt: Franka Sachse

Ton: Ipke Starke / Sprecherin: Verena Noll / Grafik: Hannes Drißner

www.schulederarbeit.de

 

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig, die RLS Sachsen, den Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Akademie der Künste Berlin.

 

 

GERTRUD oder Die Differenz - Arbeiter verlässt die Fabrik, Film-Stills / Montagen, Bleistift auf Papier

 

 

GERTRUD oder Die Differenz - Rede Erdgeschoss, Film-Stills, Bleistift auf Papier

 

 

GERTRUD oder Die Differenz - Trailer